Logopädie bei neurologischen Störungen

Durch umfassende Fortbildungen und langjährige Arbeit sowohl auf der Stroke Unit, der Neurologie als auch auf der Frührehabilitation-Station des Asklepios Klinikum Nord und in zahlreichen Senioren-Einrichtungen liegt einer unserer Schwerpunkte auf die logopädische Behandlung von Patienten mit neurologischen Störungen.

Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf den drei häufigsten Störungsbildern Dysphagie, Dysarthrie und Aphasie. Aber auch in den Bereichen Sprechapraxie, Atemstörung, Demenz, Fazialisparese, Laryngektomie, Stimmstörungen und Stottern ist Theralingua Ihr kompetenter Ansprechpartner.

Dysphagie:

Die logopädische Behandlung bei einer Schluckstörung ist unbedingt notwendig, da durch Erstickungsgefahr, Aspirationspneumonie, Mangelernährung und Dehydration akute Lebensgefahr besteht. Ausgelöst wird eine Schluckstörung durch neurodegenerative Erkrankungen (z.B. ALS, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Myastenia Gravis oder Demenz), durch ein Schädel-Hirn-Trauma, Erkrankungen und Verletzungen des Rückenmarks, Cerebralparesen, Tumore, Schlaganfall oder durch Intubationsschäden.

Die logopädische Therapie bei einer Dysphagie:

Je nachdem, was die eingehende logopädische Diagnostik ergeben hat, ist es Ziel unserer Logopädinnen, den Schluckakt wieder neu anzubahnen bzw. zu erhalten, die orofaziale und am Schluckakt beteiligte Muskulatur zu kräftigen und zu stabilisieren, die orofaziale Wahrnehmung zu schulen und die Koststufen festzulegen. In den allermeisten Fällen kann nach erfolgreicher Therapie auf die Ernährung über eine PEG-Sonde verzichtet werden. Wichtig ist es uns, dass wir dazu auch das Pflegepersonal und/oder die Angehörigen anleiten, um gemeinsam am Wohle des Patienten zu arbeiten! Sehen sie hierzu unsere Angebote für Inhouse-Schulungen.

Dysarthrie:

Eine Sprechstörung kann z.B. durch einen Schlaganfall, Tumore, Schädel-Hirn-Trauma, cerebral entzündliche Prozesse oder neurodegenerative Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, ALS usw.) verursacht werden. Zu den Symptomen der Sprechstörungen zählen u.a. eine eingeschränkte bzw. verminderte Verständlichkeit, Atemkontrolle, Atemkapazität, Sprachmelodie, Lautstärke oder Beweglichkeit von Lippen, Zunge, Gaumensegel und Kiefer.

Die logopädische Therapie bei einer Dysarthrie:

Die Logopädin wird in jedem Fall eine standardisierte Diagnostik durch führen, um die genauen Therapieinhalte festlegen zu können. Ziel der Behandlung ist die Erhaltung und Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit.

Die Aphasie:

Tritt häufig nach einem Schlaganfall aber auch bei Schädel-Hirn-Trauma, Tumoren und Abzessen, sowie bei entzündlichen Prozessen im Gehirn (z.B. Alzheimer, Meningitis, Encephalitis usw.) auf. Es zeigt sich bei den Patienten eine Sprachstörung (Aphasie), die sowohl die Laut- als auch die Schriftsprache, also das Lesen und Schreiben, beeinträchtigen. Dies kann sich z.B. darin zeigen, dass Worte nicht mehr genannt werden können oder statt dessen ein anderes, nicht passendes Wort verwendet wird. Wörter können aber auch leicht verändert oder gar nicht mehr verständlich sein und auch die Grammatik und der Satzbau sind unter Umständen betroffen.

Die logopädische Therapie bei einer Aphasie:

Findet schon in der Akutphase eine intensive logopädische Therapie statt, kann eine 80%ige Verbesserung der Symptomatik erreicht werden. Aber auch zu einem späteren Zeitpunkt können noch weitreichende Verbesserungen erzielt werden. Unsere Logopädinnen führen zunächst eine standardisierte Diagnostik durch und legen dann fest, welche rezeptiven und expressiven Modalitäten (auch Schriftsprache) behandelt werden. Dabei werden die Therapiemethoden individuell für den Patienten ausgewählt.