Rhinophonie (Näseln – Kombination aus Stimm- und Sprechstörung)

Unter Rhinophonie versteht man Störungen des Stimmklanges durch eine zu geringe (Rhinophonia clausa/geschlossenes Näseln) oder übermäßige (Rhinophonia aperta/offenes Näseln) Nutzung des nasalen Klangraumes. Rhinophonien treten als organische Störungen bei Lähmungserscheinungen des Velums (Gaumensegels), bei Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten oder als funktionelle Störungen auf. Die Veränderung der Luftstromführung (z.B. Nasalität) beeinträchtigt unter anderem auch die Artikulation.

Leitsymptome der Rhinophonie

! Rhinophonia clausa
„verschnupfter“ Stimmklang; „Stockschnupfensprache“
Der Ausschluss der Resonanzräume im Nasen-Rachenraum beeinträchtigt den Stimmklang hinsichtlich der nasal gebildeten Laute.
! Rhinophonia aperta
„offenes Näseln“
Beim Sprechen entweicht zu viel Luft durch die Nase.
! Rhinophonia mixta
Mischform von beiden (s.o.)
! Rhinolalie
Durch fehlenden Verschluss des Mund-Rachenraumes zum Nasenraum kommt es (z.B. bei Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten) neben einer Rhinophonia aperta zu einer Rhinolalie, d.h. zu Veränderungen der Artikulation, insbesondere der Konsonanten.

(Quelle Flyer DBL “Stimmstörungen bei Kindern”)