Stimmstörung durch Erkältung …

Stimmstörung durch Erkältung …

Normalerweise verschwinden Schnupfen, Husten und Heiserkeit nach einiger Zeit wieder. Was ist aber, wenn die Stimme auch nach der Erkältung noch heiser klingt oder die Stimme sogar im Laufe des Tages immer mehr ermüdet und zum Schluss ganz wegbleibt? Ist die Stimme nach 4-6 Wochen nach einer Erkältung immer noch heiser, sollte dies ärztlich untersucht werden. Oftmals stellt der Arzt dann eine sogenannte Stimmstörung fest, die durch einen Logopäden behandelt werden sollte. Generell unterscheidet man zwischen funktionell und organisch bedingten Störungen der Stimme. 

Die funktionellen Stimmstörungen können durch Gewohnheit oder Überlastung hervorgerufen werden. Auch die Veranlagung und die Psyche können dabei eine Rolle spielen.

Organisch bedingte Stimmstörungen werden hingegen durch entzündliche Erkrankungen (z.B. Kehlkopfentzündung), durch organische Veränderungen der Stimmlippen und/oder des Kehlkopfes (z.B. Schreiknötchen, Teilentfernungen der Stimmlippen, Ödeme), Verletzungen des Kehlkopfes oder Fehlbildungen (z.B. Stimmlippenlähmung) oder durch Entfernung des Kehlkopfes hervorgerufen.

Die Symptome der funktionellen und organischen Stimmstörungen sind gleich, jedoch können sie bei der organischen Stimmstörung stärker ausgeprägt sein. Zu den Symptomen der Stimmstörungen zählen u.a. ein heiserer, rauer, gepresster oder verhauchter bis tonloser Stimmklang, eine Beeinträchtigung der Belastbarkeit der Stimme mit Ermüdungsanzeichen, eine zu hohe oder zu tiefe Sprechstimmlage. Hinzu können noch Begleitsymptome wie z.B. eine fehlende Bauchatmung, hörbare Atemgeräusche oder ein erhöhtes Sprechtempo kommen. Auch Missempfindungen wie Kratzen, Trockenheits- und/oder ein Fremdkörpergefühle im Rachenbereich können bei einer Stimmstörung auftreten.

Ziel der logopädischen Behandlung einer Stimmstörung ist ein möglichst schneller Abbau der vorhandenen Symptomatik und die Wiedererlangung und Stabilisierung einer optimalen stimmlichen Kommunikationsfähigkeit. Dies wird durch spezielle Übungen und Techniken u.a. in den Bereichen Atmung, Stimmgebung, Haltung, Wahrnehmung usw. erreicht.

Betroffene und Angehörige erhalten weitere Informationen rund um das Thema Stimmstörungen oder zur Logopädensuche bei Tanja Weskamp-Nimmergut, der 1. Landesverbandsvorsitzenden des dbl (Deutscher Bundesverband für Logopädie) in Schleswig-Holstein  oder direkt beim Bundesverband unter www.dbl-ev.de.

 

(Quelle: dbl)

 

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