Logopädie nach Coronaerkrankung

Was ist nach einer Coronaerkrankung zu tun?

Aktuell hört und liest man in allen Medien ständig von dem neuartigen Coronavirus und seinen zum Teil schweren Folgen und Folgeschäden. Die genaue Bezeichnung des Virus lautet SARS- CoV-2. Dabei steht die Abkürzung „SARS“ für „severe acute respiratory syndrom“, übersetzt: „schweres akutes Atem Syndrom“. Das bedeutet, das Virus greift die Atemwege an und kann dadurch dauerhaft die Lungenfunktion beeinträchtigen und somit das Atmen erheblich erschweren.

Viele fragen sich nun wer einem nach der Erkrankung wieder helfen kann. Dieses Virus und seine Symptome sind für alle in der Kombination Neuland. Jedoch verstehen wir Logopäden uns aufgrund unserer Ausbildung und langjährigen Erfahrung als Experten u.A. auf dem Gebiet der Atem- und Stimmtherapie und können Patienten nach überstandener SARS-CoV-2 Infektion bei ihrer Genesung und Rehabilitation unterstützen und begleiten.

Wenn sich jemand mit dem Coronavirus infiziert hat, die Erkrankung einen schweren Verlauf genommen hat und die man evtl. auch noch beatmet werden musste, kann es sein, dass nach der Erkrankung weiterhin z.B. die Lungenfunktion und das Atmen eingeschränkt sind oder aufgrund der künstlichen Beatmung die Stimmbänder gereizt oder geschädigt wurden. Diese können sich z.B. als Schwierigkeiten bei der Atmung, des Sprechens und/oder des Singens zeigen oder als Sprechanstrengung, Stimmversagen, Kurzatmigkeit oder rauer und/oder heiserer Stimmklang wahrgenommen werden. Da diese Funktionseinschränkungen die Patienten sowohl in der Kommunikations- als auch Leistungsfähigkeit und somit auch in der Lebensqualität massiv beeinflussen und beeinträchtigen können, sollte man sich zeitnah die Unterstützung bei einer logopädischen Praxis suchen.

Im Rahmen einer logopädischen Therapie kann mit den Patienten eine zufriedenstellende Ruhe- und Sprechatmung sowie eine tragfähige Stimme erlangt bzw. hergestellt werden. Der Abbau von Sprechanstrengungen und die Arbeit an der Verbesserung des Stimmklanges gehören ebenso zu dem Behandlungsspektrum als auch die Arbeit an der Verbesserung der Atmung. Dadurch erfahren die Patienten insgesamt eine Verbesserung ihrer Leistungsfähigkeit aber auch eine Verbesserung ihrer Kommunikationsfähigkeit und erhalten somit ein Stück Lebensqualität zurück.

Autoren: Juliane Grunert, Amelie Malik, Tanja Weskamp-Nimmergut (Theralingua)

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